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Einleitung
Vor Version 2007 verwendete Drafting unterschiedliche interne und
externe Kodierungsschemen. Version 2007 verwendet nur
Unicode-Kodierung.
Alle Daten aus Texten und Zeichenketten, die Drafting bearbeitet,
werden intern in Unicode (UTF-8) kodiert. Die meisten Funktionen in
Drafting bearbeiten somit Benutzereingaben in fast allen Sprachen.
Zeichenkettendaten aus unterschiedlichen Sprachen können gemischt werden.
Zum Beispiel kann eine einzige Zeichenkette, wie ein Teilename, jetzt
deutsche, japanische und russische Zeichen enthalten.
Die Schriftartenliste in Drafting enthält alle TrueType-Schriftarten
aus dem Betriebssystem, die bei Bezug dynamisch in interne
Schriftartformate umgewandelt werden. Zur Darstellung von Texten und
Bemaßungstexten muss eine entsprechende Schriftart ausgewählt werden, die
alle gewünschten Zeichen enthält. Nur wenige Schriftarten enthalten
Zeichen aus dem gesamten Unicode-Bereich. Ihr Name enthält normalerweise
das Wort Unicode, z.B. Arial Unicode MS.
Symbole
Sonderzeichen sind eine spezielle Funktion von Drafting. Sie werden
weiterhin durch hp_symbols und hp_symbols2-Schriftarten dargestellt. Sie
können weiterhin aus den traditionellen Codefolgen bestehen (#14#XY#15).
Um die Kompatibilität mit Unicode sicher zu stellen, werden sie jedoch
jetzt einem eigenen Unicode-Bereich zugeordnet [E000-E1FF]:
- #14#XY#15 --> 0xE000 + XY
- #30#XY#31 --> 0xE100 + XY
MI-Dateiformat
MI-Dateien aus Version 3.20 sind jetzt in Unicode (UTF-8) kodiert.
Dateien, die in älteren MI-Versionen gespeichert sind, werden kodiert wie
gehabt, je nach dem aktuellen Gebietsschema.
Beim Laden von Dateien im MI-Format 2.90 bis 3.10 verwendet das
Ladeprogramm von Drafting die Kodierungsinformationen, die im Abschnitt
Info der MI-Datei gespeichert sind (~1), um die Dateiinformationen
ordnungsgemäß darzustellen.
Drafting behandelt Dateien vor Version 2.90, die keine
Kodierungsinformationen im Abschnitt Info enthalten, als wären sie in
ROMAN8 (bei den meisten westlichen Gebietsschemen) oder in SJIS
(Gebietsschema Japan) kodiert.
Makrodateikodierung
Frühere Makrodateien enthielten keine Kodierungsinformationen. Es wurde
angenommen, dass sie im aktuellen Gebietsschema kodiert waren (z.N. ROMAN8
für Englisch und SJIS für Japan). Dies führte jedoch zu Problemen, wenn
das gleiche Makro in unterschiedlichen Gebietsschemen ausgeführt
wurde.
Version 2007 unterstützt Unicode-Makros, ist jedoch weiterhin
abwärtskompatibel.
Es wird empfohlen, alte Makrodateien so zu ändern, dass ihre Kodierung
entsprechend der Richtlinie DEFINE_ENCODING eindeutig angegeben ist.
Textmakrodateien mit Unicode UTF-8 oder UTF-16 BOMs (Byte Order
Markers, Bytereihenfolgemarkierungen), die von den meisten üblichen
Texteditoren unter Windows unterstützt werden, werden als Unicode
eingelesen.
Dateien mit der Richtlinie DEFINE_ENCODING werden immer in der
angegebenen Kodierung eingelesen. Andernfalls werden sie als alte
Makrodateien behandelt, die Kodierung hängt vom Gebietsschema ab:
- SJIS für Japanisch
- BIG5 für Chinesisch (traditionell)
- GB2312 für Chinesisch (vereinfacht)
- ROMAN8 für alle anderen
Einschränkungen
- CHR, NUM und # funktionieren weiterhin bei den alten,
Gebietsschema-abhängigen internen Kodierungen (ROMAN8 & SJIS), und
sie ergeben unterschiedliche Ergebnisse in unterschiedlichen
Gebietsschemen. Zum Beispiel stellt ((CHR 154)+(CHR 223)) bzw. das
entsprechende (#154#223) beim Gebietsschema Japan ein japanisches
Zeichen mit dem Unicode-Code 22756 (hex 58E4) und bei anderen
Gebietsschemen zwei lateinische Zeichen dar.
- Makros mit Funktionsaufrufen an CHR, NUM und # sollten überarbeitet
werden, so dass sie die neuen Unicode-Funktionen UCHR, UNUM und #u
aufrufen. Um zum Beispiel das Zeichen u als Umlaut darzustellen,
verwenden Sie UCHR (220), UCHR('DC'), #u220 oder #uxDC. Die Funktionen
CHR, NUM und # werden nur beibehalten, um Abwärtskompatibilität zu
sichern.
- Kombinationen aus # und CHR zur Erstellung von 2-Byte-Zeichen und
Symbolen sind nicht mehr zulässig. Zum Beispiel ist ((CHR 154)+#223)
nicht möglich.
- Zeichenketten, die mit (CHR 255) beginnen, sind Symbole und nicht in
UTF-8 kodiert. In Drafting-Versionen vor 2007 können Symbole mit vielen
Kombinationen erstellt werden (zum Beispiel #255'abc'#212+CHR 12). Jetzt
können Symbole nur mit CHRs erstellt werden.
- Die Verwendung von arithmetischen Funktionen wie POS und SUBSTR mit
Symbolen kann zu seltsamen Ergebnissen führen.
- Die Symbol phi mit dem Code 49 (hex 31) kann auf zweierlei Weise
definiert und angezeigt werden:
- Unicode-Stil: TEXT #uxE031 oder TEXT #u57393
- Über Codefolgen: TEXT #14#49#15
- Traditionelle Codefolgen werden intern in das neue Unicode-Format
umgewandelt. Daher besteht die Zeichenfolge "s", definiert als "LET s
(#14#49#15)", in früheren Versionen von OneSpace Drafting aus 3 Zeichen,
in OneSpace Drafting 2007 jedoch nur aus einem Unicode-Zeichen. Aufgrund
dessen ergab die Funktion "SUBSTR s 2 1" vor Version 2007 das zweite
Zeichen dieser Zeichenfolge, ein Zeichen mit dem Code 49, während
OneSpace Drafting 2007 eine leere Zeichenfolge ergibt, da die
Zeichenfolge "s" aus nur einem Zeichen besteht. Sie müssen also Makros
überarbeiten, die Teile eines Symbols extrahieren.
- Die arithmetischen Funktionen POS und SUBSTR erwarten jetzt Indizes
der Zeichen statt Indizes zu den Bytes einer Zeichenfolge. Sie müssen
Makros mit diesen Funktionen, die spezielle Behandlung japanischer
Zeichenfolgen enthalten, also überarbeiten.
- Unicode-Texte werden nur eingeschränkt dargestellt. Funktionen wie
kombinierte Zeichen, arabisch kursive Verbindung und bidirektionale
Algorithmen sind nicht vollständig umgesetzt.
- MI-Dateien aus Versionen vor 2.90, die keine Kodierungsinformationen
im Info-Abschnitt (~1) enthalten, werden nur ordnungsgemäß geladen, wenn
das Gebietsschema beim Laden das gleiche ist wie das beim Erstellen. Es
gibt zwei Möglichkeiten, eine japanische MI-Datei aus Version 2.80 in
Drafting mit einem englischen Gebietsschema korrekt zu laden:
- Laden Sie die Datei mit dem Gebietsschema Japan, und speichern Sie
sie im neuen Format:
- CHANGE_LOCALE 'ja'
- LOAD 'Japanese.mi'
- STORE MI ALL DEL_OLD 'Japanese.mi'
- CHANGE_LOCALE 'en'
- Laden Sie die MI-Datei in einem Texteditor, und fügen Sie manuell
den Abschnitt ~1 am Anfang der MI-Datei ein:
- #~1
- ENCODING:SJIS
- Solche Dateien werden unter jedem Gebietsschema ordnungsgemäß
geladen.
- Schriftartdateien aus Drafting Version 2003 (Version 12.00) oder
früheren Versionen enthalten keine Kodierungsinformationen. Nach dem
Laden dieser alten Schriftartdateien müssen Sie also ihre Kodierung
angeben:
-
- SET_FONT_ENCODING '<fontname>' '<encoding>' END
Setzen Sie die Kodierung auf:
- SJIS für Japanisch
- BIG5 für Chinesisch (traditionell)
- GB2312 für Chinesisch (vereinfacht)
- ROMAN8 für alle anderen
- AI-Module rufen interne Drafting-Funktionen auf und verwenden
Zeichenketten mit interner Kodierung. Vor Drafting 2007 waren diese
Zeichenketten in ROMAN8 oder SJIS kodiert, je nach Gebietsschema.
Kompatibilität wird nur bei den Zeichen im Bereich gewahrt [0, 127].
Wenn AI-Module Zeichen in einem anderen Bereich verwenden, müssen sie
geändert und neu kompiliert werden, um UTF-8 zu unterstützen.
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Drafting 2007 unterscheidet nicht zwischen
1-Byte- und 2-Byte-Schriftarten (in Bezug auf die Standardeinstellung oder
die Texteigenschaften). Da Drafting jetzt Unicode unterstützt, gibt es
jeweils nur eine aktuelle Schriftart, und jeder Text und Bemaßungstext
weist jeweils nur eine zugeordnete Schriftart auf.
Folgende Befehle sind mittlerweile veraltet,
sie wirken sich nicht mehr auf das Verhalten von Drafting aus:
- CURRENT_FONT_2BYTE
- CHANGE_TEXT_FONTNAME_2BYTE
- Option FONT_2BYTE in
CURRENT_DIM_TEXTS
- Option FONT_2BYTE in
CHANGE_DIM_TEXTS
Drafting 2007 enthält neue
Standardschriftarten, die aus den alten 1- und 2-Byte-Definitionen
zusammengesetzt wurden:
- osd_default kombiniert hp_i3098_v,
hp_kanj2_c und hp_hangul_c
- osd_default2 kombiniert hp_i3098_c,
hp_kanj2_c und hp_hangul_c
- osd_default3 kombiniert hp_d17_v,
hp_kanj2_c und hp_hangul_c
Beim Laden von alten 2D-Dateien, die Texte
oder Bemaßungstexte enthalten, bei denen Zeichen aus 1- und
2-Byte-Schriftarten verwendet wurden (Schriftarten, die nicht bereits in
einer der osd_default-Schriftarten enthalten sind), kombiniert Drafting
automatisch die beiden Schriftarten in eine einzige Schriftart, die die
Zeichendefinitionen beider Schriftarten enthält. Sie erhält den Namen
"1-Byte-Schriftartname#2-Byte-Schriftartname".
Mit dem neuen Befehl
MERGE_TWO_FONTS können diese Schriftarten (1- und
2-Byte-Schriftarten) in eine einzige Schriftart kombiniert
werden.
TrueType-Schriftarten, die in
Drafting-Schriftarten umgewandelt wurden, enthalten alle definierten
Zeichen. Es werden eigene Sonderzeichenschriftarten
verwendet. |
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Übersetzer rufen interne OneSpace
Drafting-Funktionen auf und verwenden Zeichenketten mit interner
Kodierung. In früheren Versionen von OneSpace Drafting waren diese
Zeichenketten in ROMAN8 oder SJIS kodiert, je nach den Einstellungen in
der Konfigurationsdatei. Zum Beispiel nutzte der DXF/DWG-Übersetzer den
Schalter "KanjiTranslate" EIN/AUS, der die Übersetzung von Kanji-Zeichen
steuert. Der "KanjiTranslate"-Schalter des DXF/DWG-Übersetzers wird jetzt
nicht mehr benötigt. DXF/DWG schreibt immer im UTF-8-Code und liest UTF-8,
UTF-16, Roman8 und SJIS ein.
OneSpace Drafting 2007 kodiert die
Zeichenfolgen des Übersetzermoduls in UTF-8. Übersetzer schreiben somit im
neuen MI-Format 3.20. Übersetzer lesen alle Formate ein, UTF-8,
Roman8 und SJIS. Weitere Informationen finden Sie in der
Dateiformat- und Kodierungstabelle.
Der IGES2D-Übersetzer kann keine
Zeichenfolgen als Unicode schreiben, da das aktuelle IGES-Format
Unicode nicht unterstützt. Daher schreibt IGES2D immer in Roman8 oder
SJIS, je nach den Schaltern in der Konfigurationsdatei.
Um zum Beispiel IGES2D-Zeichenfolgen korrekt
in SJIS zu schreiben, stellen Sie die Konfigurationsdatei IGESo.con
folgendermaßen ein:
- Zeichenfolge ** Produktkennung (sendendes
System) : Japanisch
- Zeichenfolge ** Produktkennung
(empfangendes System) : Japanisch
Übersetzer unterscheiden nicht mehr zwischen
1-Byte- und 2-Byte-Schriftarten. Es gibt jeweils nur eine aktuelle
Schriftart, und jeder Text bzw. jede Bemaßung verfügt nur über eine
Schriftart (osd_default). Der DXF/DWG-Übersetzer umfasst Einstellungen zur
Steuerung der Schriftartabbildung von AutoCAD- in OneSpace Drafting
Schriftarten und umgekehrt. Neue Standardschriftarten wurden hinzugefügt,
um ordnungsgemäße Schriftartabbildung sicherzustellen.
- FontMapMItoACAD "osd_default" "txt.shx"
0.90 "" 0 1.666
- FontMapMItoACAD "osd_default2" "txt.shx"
1.07 "" 0 1.666
- FontMapMItoACAD "osd_default3"
"simplex.shx" 0.95 "" 0 1.666
- FontMapACADtoMI "txt.shx" "osd_default"
"osd_default" 0.90 1.666 1.3333
- FontMapACADtoMI "simplex.shx"
"osd_default3" "osd_default3" 0.95 1.666 1.3333
Übersetzer in OneSpace Drafting 2007
unterstützen das Speichern in Unicode-Dateinamen.
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Dateiformate und
Kodierung |
Diese
Tabelle zeigt die von OneSpace Drafting 2007 unterstützten
Kodierungen an, die in Zeichenfolgen verschiedener nativer und
externer Dateitypen verwendet werden.
|
Nr. |
Format |
Ext. |
Module |
Encoding 2006 |
Encoding 2007 (read) |
Encoding 2007 (write) |
Encoding 2007 (backwards)
|
|
1 |
Model Interface standard |
*.mi |
Drafting |
Roman8/SJIS |
UTF-8, Roman8, SJIS |
UTF-8 |
Roman8, SJIS |
|
2 |
Compressed MI |
*.bi |
Drafting |
Roman8/SJIS |
UTF-8, Roman8, SJIS |
UTF-8 |
Roman8, SJIS |
|
3 |
Initial Graphics Exchange Format
|
*.igs |
Iges2d |
Roman8/SJIS |
UTF-8, Roman8, SJIS |
Roman8, SJIS |
n/a |
|
4 |
Virtual Reality Modeling Language
|
*.wrl |
Vrml |
Roman8/SJIS |
n/a |
UTF-8 |
n/a |
|
5 |
Drawing Web Format |
*.dwf |
Dwf |
Roman8/SJIS |
n/a |
UTF-8 |
n/a |
|
6 |
Scalable Vector Graphics |
*.svg |
Dxfdwg |
Roman8/SJIS |
UTF-8, UTF-16, Roman8, SJIS |
UTF-8 |
n/a |
|
7 |
MI version <= 3.10 |
*.mi |
Drafting |
Roman8/SJIS |
Roman8, SJIS |
Roman8, SJIS |
Roman-8, SJIS |
|
8 |
AutoCAD DXF |
*.dxf |
Dxfdwg |
Roman-8/SJIS |
UTF-8, UTF-16, Roman8, SJIS |
UTF-8 |
n/a |
|
9 |
AutoCAD DWG |
*.dwg |
Dxfdwg |
Roman-8/SJIS |
UTF-8, UTF-16, Roman8, SJIS |
UTF-8 |
n/a |
Legende
- Format: Dateiformattyp.
- Ext.: Dateierweiterung für dieses
Dateiformat.
- Module: Anwendungsmodul, in dem dieses
Dateiformat verwendet/unterstützt wird.
- Encoding 2006: Kodierung, die OneSpace
Drafting 2006 für Zeichenfolgen in Dateien dieses Dateiformats
verwendet.
- Encoding 2007 (read): Unterstützte
Zeichenfolgenkodierung in OneSpace Drafting 2007 für dieses Format
beim Lesen von Dateien.
- Encoding 2007 (write):
Zeichenfolgenkodierung, die OneSpace Drafting 2007 beim Schreiben
von Dateien des jeweiligen Typs verwendet.
- Encoding 2007 (backwards):
Zeichenfolgenkodierung, die OneSpace Drafting 2007 verwendet, wenn
Dateien des jeweiligen Typs im abwärtskompatiblen Modus
geschrieben werden, d.h. im Format OneSpace Drafting
2006.
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